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Poka-Yoke (Fehlervermeidung)

Poka-Yoke sind einfache Mechanismen, die Fehler unmöglich machen oder sofort sichtbar werden lassen. Statt Fehler zu prüfen, werden sie verhindert.

Poka-Yoke (japanisch: Fehler vermeiden) hat Shigeo Shingo als Berater entwickelt, zuerst bei Yamada Electric. Später wurde es Teil des Toyota-Produktionssystems. Das Prinzip: Gestalte den Prozess so, dass Fehler gar nicht erst entstehen können, oder sofort erkannt werden.

Beispiele: USB-Stecker passen nur in eine Richtung. Eine Schablone verhindert, dass ein Teil falsch eingelegt wird. Ein Sensor stoppt die Maschine, wenn ein Schritt übersprungen wurde.

Poka-Yoke ist die kostengünstigste Form der Qualitätssicherung: Fehlervermeidung statt Fehlerprüfung. Jeder verhinderte Fehler spart Nacharbeit, Ausschuss und Reklamationskosten.

Die besten Poka-Yoke-Lösungen sind einfach und kostengünstig: Führungsstifte, Farbcodierungen, Checklisten, asymmetrische Formen oder Endschalter. Sie kosten Cents, verhindern aber Fehler im Wert von Tausenden Euro.

Praxisbeispiel

An einer Montagestation werden Baugruppen mit 4 Schrauben befestigt. Früher fehlte regelmäßig eine Schraube. Lösung: Ein Poka-Yoke-Behälter mit genau 4 Fächern. Der Mitarbeiter entnimmt alle 4 Schrauben. Wenn eine uebrig bleibt, fehlt sie am Produkt. Fehlerrate sinkt von 3 % auf nahezu 0 %.

So hilft Lean Shift

In der Muda-Analyse von LeanShift markierst du einzelne Prozessschritte mit der Verschwendungsart „Fehler / Nacharbeit“ und hältst in einer Notiz fest, was dort passiert. Die Zusammenfassung zählt je Verschwendungsart die markierten Schritte. So siehst du, an welchen Schritten Fehler und Nacharbeit anfallen. Von diesen Schritten aus suchst du die Ursache, denn eine Poka-Yoke-Lösung setzt an der Stelle an, an der der Fehler entsteht.

Häufige Fragen

Was kostet Poka-Yoke?

Oft fast nichts. Viele Poka-Yoke-Lösungen sind einfache mechanische Vorrichtungen, Farbmarkierungen oder Checklisten. Aufwändige Sensorik ist die Ausnahme.

Wo fängt man an?

Bei den häufigsten Fehlern. Die Muda-Analyse zeigt, welche Fehler am meisten kosten. Dort zuerst Poka-Yoke einsetzen.

Gibt es Poka-Yoke auch im Büro?

Ja. Pflichtfelder in Formularen, Dropdown-Menüs statt Freitextfelder, Checklisten vor dem Versand, alles Poka-Yoke.